Kulturkampf zwischen Stadt und Land? Es geht anders – Erfahrungen gemeinsamer Dialogkultur
Autor/innen
Stefan Einsiedel ()Dateien
Übersicht
Im Herbst 2024 veröffentlichte die Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz eine Studie über „Ethische Perspektiven für die globale Landnutzung“.1 Trotz breiter fachlicher Zustimmung sorgten Schlagzeilen wie „Enteignung als Mittel? Bischöfe fordern Gemeinwohlorientierung von Landwirten“ in einigen ländlichen Region für heftige Empörung. Der Umwelt- und Wirtschaftsethiker Stefan Einsiedel war an der Studie und den darauffolgenden Dialogprozessen beteiligt. In der persönlich gehaltenen Reflexion fragt er, wie es gelingen kann, populistisch aufgeladene Spannungen zwischen Stadt und Land, Wissenschaft und Praxis auszuhalten und von der Kulturkampf-Rhetorik zum konsensorientierten Dialog zurückzukehren.
