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Beiträge zur Konfliktkultur

Konflikt um den Wolf: Möglichkeiten und Grenzen eines mediativen Ansatzes

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Ein Wolf steht aufmerksam am grasbewachsenen Ufer eines Sees und blickt nach rechts. Hinter ihm ziehen Nebelschwaden über das Wasser und durch die bewaldete Berglandschaft.

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Der Streit um den Wolf ist in Deutschland längst kein reines Naturschutzthema mehr, sondern ein gesellschaftlich tief verhärteter Konflikt. Wer in ihn hineingerät, gerät oft unfreiwillig hinein. Etwa die ehrenamtlichen Wolfsberater*innen, die zu einem gerissenen Tier gerufen werden und sich plötzlich nicht als neutrale Fachleute wiederfinden, sondern als Partei in einem Konflikt, mit dem sie persönlich nichts zu tun haben. In unseren Seminaren bilden wir solche Menschen in mediativer Haltung aus: Emotionen halten, ergebnisoffen bleiben, einen Prozess führen, ohne Lösungen vorzugeben. Diese Haltung ist dieselbe, die jede Mediation verlangt. Das Besondere liegt darin, wie sie hineingeraten: Wolfsberater*innen sind nicht als allparteiliche Dritte bestellt, sondern werden als Fachleute zu einem gerissenen Tier gerufen und finden sich unversehens als Partei in einem fremden, längst tief eskalierten Konflikt wieder. Dieser Beitrag zeigt, was die mediative Haltung gerade dort leisten kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Beides, so unsere These, reicht über den Wolf hinaus: überall, wo man unfreiwillig zur Partei wird.

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